Jagd beenden! Umkehr in der Land- und Forstwirtschaft zwingend nötig!

Die Forderung des Bauernverbandes nach massivem Abschuss der wilden Rüsseltiere werden von der V-Partei³ als pure Profitgier der Großbauern entlarvt. Die Ministerien betreiben derweil Lobbyarbeit für die Jäger- und Bauerngilde, die die Angst vor der Schweinepest für ihre Interessen instrumentalisieren. Land- und Forstwirtschaft muss neu gedacht werden!

Es gibt viele Argumente gegen die Wildtierjagd. Die Jagd ist grausam und völlig aus der Zeit gefallen, die Wildtiere sind wichtige Bausteine des Ökosystems. Gerade Wildschweine gelten als Gärtner des Forstes, die durch ihre Wühlaktivitäten den Boden optimal für den Gedeih neuer Pflanzen vorbereiten. „Deshalb und aus vielerlei anderen Gründen spricht sich die V-Partei³ entschieden gegen den Vorstoß des Bauernverbandes aus, 70 Prozent der gesamten Wildschweinpopulation in Deutschland abzuschießen, aus. Wir wissen, dass dies erheblichen negativen Einfluss auf die Biodiversität nehmen würde“, lässt Roland Wegner, Bundesvorsitzender der “Hellgrünen”, verlauten.

Der Schaden der Jagd ist höher als der vermeintliche Nutzen

„Auch die Landwirte wissen um diese sinnvollen und wissenschaftlich fundierten Argumente. Schon lange ist klar, dass die Jagd mehr schadet, als sie nützt“, weist Wegner auf die Korrelation von Jagd und signifikant höheren Vermehrungsraten hin. Einzig die Jäger dürften sich über diesen Zusammenhang freuen, sind sie schließlich dafür zuständig, dass der steigende Zuwachs in den Rotten wieder kompensiert wird – durch NOCH MEHR Jagd.

„Dass der Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes nun diese offenbar willkürliche Zahl von 70 Prozent Abschuss in den Raum wirft, legt für uns Tierrechtler die Vermutung nahe, dass die Panikmache um die Afrikanische Schweinepest allein der Profitsicherung der Großbauern dienen soll. Denen, die flächendeckend Monokulturen aus Raps und Mais anbauen, sind die Wildschweine ein Dorn im Auge, weil sie sich in den riesigen Maisfeldern wohlfühlen und natürlich auch Einfluss auf die die Ernte nehmen“, so stellvertretender Bundesvorsitzender Henrik Lange. “Ein Abschuss eines Großteils der Tiere käme also wie gerufen.”

Wildschweine kommen als Überträger kaum infrage

Klar ist, es gibt keine belastbaren Daten, die beweisen, dass eine vorsorgliche Bejagung der Wildtiere einen Ausbruch der Schweinepest in Massenställen der Intensivtierhaltung verhüten würde. Man möchte fast an Karma glauben, sind doch die Fleisch- und Wursterzeugnisse selbst das Problem, das viele Schweinezüchter jetzt um ihre „Existenz“ bangen lässt: „Über derartige weite Strecken wird das Virus nicht von befallenen Tieren weitergetragen, sondern vom Menschen, der kontaminierte tierische Erzeugnisse mit sich führen“, weiß Roland Wegner.

Wildschweine werden zum Bauernopfer

Umso erschrockener zeigt sich die V-Partei³ über den blinden Aktionismus, mit dem einige Landwirtschaftsministerien nun das Problem anzugehen meinen. „Eine Schonfristaussetzung dient weder der Bekämpfung der Krankheit, noch ist sie ethisch vertretbar. Die Politik macht sich des Verdachtes schuldig, lediglich dem massiven Lobbydruck der Landwirte und Jäger nachzugeben”, wettert Generalsekretär Heiko Kremer-Bläser.

Land- und Forstwirtschaftpolitik neu denken

Auch hinsichtlich des Klimawandels fordert die V-Partei³  in der Agraragenda2030″ neben dem Umstieg  von der Massentierhaltung hin zur bioveganen Landwirtschaft auch eine naturnähere Bewirtschaftung mit weniger Monokultur (Mais und Raps), also mehr Mischkultur. Ohne Massentierhaltung reduziert sich der Produktionsdruck auf den Feldern. Ebenso bedarf es neben einem Heckenaufbauprogramm mehr naturnahe Mischwälder statt Fichtenforste.

Die Jagd wird von der V-Partei³ aus ethischen und moralischen sowie ökologischen Gründen abgelehnt. In einem funktionierenden Ökosystem ist sie schlichtweg überflüssig!


© V-Partei³, Bundesgeschäftsstelle: Hochfeldstraße 4, 86159 Augsburg

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