Die grüne Brille

Ein Statement von Irene Müller – Landespressesprecherin V-Partei³ Nds

Der seit 2011 eingeführte Tierschutzplan gehört nun durch Barbara Otte-Kinast (CDU) endgültig der Vergangenheit an. Wirklich wundern kann das eigentlich keinen. Die Wirtschaftlichkeit steht in Zukunft vor dem Tierwohl. Das ist zwar nicht der Wille des Verbrauchers, aber die Wirtschaft liegt der CDU ja bekanntlich sehr am Herzen.

Das Tierwohl hängt hierzulande stark von einer Sache ab, über die niemand so richtig reden will: Den Import von billigen Tierprodukten aus dem Ausland. Meist aus Ländern, die mit dem Tierwohl so gar nichts zu tun haben.

Daher ist die wirksamste Methode, um mehr Tierwohl zu erreichen, erst gar keine Tierprodukte zu konsumieren, oder für den Anfang signifikant weniger, denn leider bringt es in Sachen Klima und Umweltschutz wenig, einfach dieselbe Menge Tierprodukte in Bio zu kaufen. Denn: Deutschland kann gar nicht diese Menge an Biotierprodukten produzieren.

Das was den wenigsten Verbrauchern bekannt sein dürfte: Wenn man alle Tiere in Deutschland als Biotiere halten wollen würde, würde man allein NUR für die Legehennen eine Fläche von ganz Deutschland, ohne Bayern und Baden-Württemberg, brauchen. Das heißt, dass es weder für das Klima, noch für das Tierwohl viel bringt einfach die selbe Menge Tierprodukte in Bio zu kaufen.

Die Probleme mit der Tierproduktion sind überall: Antibiotikaresistente Keime in Bächen und Seen, nitratverseuchtes Grundwasser, das bald aufwändig gereinigt werden muss und unsere Wasserrechnungen in die Höhe treibt,  die Klimaschutzziele werden nicht erreicht und wir müssen der EU Unsummen als Entschädigung zahlen, usw. diese Liste ließe sich beliebig fortführen.

Die bisherige Politik hat da leider versagt.

Daher fordert die V-Partei³: Die Politik muss endlich aufwachen und für eine ausgewogene pflanzliche Ernährung eintreten!

Man muss aufhören den Leuten Märchen zu erzählen vom mangelernährten Veganer und anfangen mit einer gesundheitlichen Begleitung schon in den Kindergärten und Schulen: ein lobbyunabhängiger Ernährungsunterricht, in dem vermittelt wird, wie man sich völlig gesund pflanzlich und mit frischen Lebensmitteln ernähren kann, ohne sich selbst und dem Planeten jeden Tag zu schaden.

Leider läuft die bisherige Politik in eine genau gegen gesetzte Richtung. Schulmilchprogramme und die Biotierlüge soll dem Verbraucher ein gutes Gewissen geben und die Gewissheit, dass ja alles gut ist und so weiter laufen kann wie bisher.

Nur schadet das nicht nur der eigenen Gesundheit, sondern auch dem Klima, der Umwelt und den Mitmenschen jeden Tag.

Wie oben schon geschrieben, ist mehr Tierwohl nicht ohne weniger Tiere zu erreichen – das ist eine einfache Rechnung. Das Verbot von Schnäbelkürzen oder Schwänzekupieren sorgt entgegen der Einschätzung leider für deutlich mehr Tierqual. Solange die Tiere so gehalten werden (müssen), werden sie sich dann selbst verletzten und leiden noch mehr. Daher sind diese Maßnahmen als reines Greenwashing zu verstehen.

Die V-Partei³ fordert eine umfangreiche Aufklärung der Bevölkerung und ein Umdenken hin zur bioveganen Landwirtschaft!

Die Lösung ist so naheliegend wie einfach: biovegan – V-Partei³ wählen.


© Irene Müller, Hameln 09.04.2018

 

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