Die Zeit der Empathielosigkeit

Am 31.07.2018 berichtet die Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ) über die „Schäden im Milliardenbereich“ in der Landwirtschaft.

Wer diesen und andere Artikel so liest hat unweigerlich das Gefühl gar nichts damit zu tun zu haben. Diese Berichte wirken distanziert und kühl, als ginge es bei all dem nur darum, ob jetzt Gelder gezahlt werden oder nicht.

Bei der Debatte wird völlig außer Acht gelassen, dass es hier um Leben geht. Es geht nicht nur um das Leben von vielen Tieren, die nun noch mehr leiden als zuvor. Da Futtermittel fehlen und die Bauern nicht jetzt Hilfen bekommen, um das durch die Knappheit sehr teure Futter zuzukaufen, werden noch mehr Tiere als sonst schneller ihr Leben lassen müssen. Die Tiere, die unnötigerweise leiden und sterben für Menschen, die bewusst im Dunkeln gelassen werden, über die Alternativen.

Die Alternativen, die in der heutigen Zeit kein Problem mehr darstellen, noch nicht mal ein bisschen „Verzicht“ bedeuten, sondern nur Bereicherung durch einen neuen Lebensstil. Ein veganer Lebensstil hat so viele Vorteile: bessere Gesundheit, mehr Vielfalt, Schonung von Tieren und Umwelt, und vieles mehr.

Das was stattdessen gewählt wird endet in einem verheerenden Kreislauf, der sich langsam in einen Strudel verwandelt und doch scheint es den Menschen, die entscheidend an einem Wandel beteiligt wären noch nicht mehr wert zu sein, als das Geld, dass sich mit diesem System der Ausbeutung verdienen lässt.

Anstatt auf Aufklärung und Alternativen zu setzen und den Menschen die Möglichkeit zu geben, die Umwelt zu schonen, wird bewusst in weitreichende Kampagnen investiert, um das Steak oder das Glas Milch zu propagieren, nachdem vielen der Appetit schon längst vergangen ist.

Nirgendwo in den ganzen Berichten wird erwähnt, dass die (Massen)Tierhaltung einen Großteil der klimaschädlichen Gase ausmacht und dass ein bioveganer Anbau die Tiere und die Umwelt schonen und auch die Nitratwerte wieder verbessern würde.

Es wird unbedingt Zeit sich mit der Natur zu verbünden und aufzuhören auf Kosten der kommenden Generationen zu leben.

Dieser Sommer ist kein Einzelfall – Das Klima hat sich noch nie in der Erdgeschichte so rasant geändert wie aktuell, eine Anpassung ist selbst mit immer neuen gentechnischen Methoden nicht möglich. Wir müssen aufhören immer neue Methoden zu entwickeln, wie wir die Natur bekämpfen und ummodeln können. Wir brauchen Synergieeffekte und mehr Empathie nicht nur in der Landwirtschaft, um eine lebenswerte Zukunft für alle zu erhalten.

Die Politik muss weg von dem Import von immer billigeren Tierprodukten, hin zu fairen Preisen im In- und Ausland, hin zu der Förderung von bioveganer Landwirtschaft!

Wähle die Veränderung! Wähle V-Partei³!

© Irene Müller, Pressesprecherin V-Partei³ LV Niedersachsen, Hannover, 01.08.2018

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