Ferkelkastration

Letzte Woche war ich bei einem Ritterspiel. Es ging um die Bauernkriege und war ziemlich blutig. Es gab viel Aufregung im Publikum als so getan wurde als wäre jemand kastriert worden. Am Ende waren sich alle einig, dass es wunderbar sei, dass diese grausamen Zeiten vorbei wären.

Doch da muss ich leider sagen:

Nein, diese Zeiten sind leider noch lange nicht vorbei. Gerade in diesem und jedem weiteren Moment werden Schweine ohne Betäubung aufgeschnitten und kastriert. Was diese Tiere dabei durchleben kann man sich nicht mal im Entferntesten vorstellen.

Die angebotenen Lösungen sind leider alle keine.

Es werden verschiedene Alternativen vorgeschlagen:

Entweder sollen die Tiere mit eigenen Antikörpern geimpft werden, sodass sie körpereigene Hormone zerstören. Das kann weder für die Tiere noch für die Menschen gesund sein.

Als weitere Alternative wird die Ebermast genannt. Dabei können alle Tiere gemästet werden. Hier ist ein variabler Prozentsatz von Ebern dabei, die einen Geruch ausbilden. Dieses Fleisch wird als genussuntauglich eingestuft. Daher wird das von vielen Betrieben der Produktionskette abgelehnt.

Spermasexing ist eine dritte Möglichkeit, diese ist jedoch noch nicht ausgereift und sehr teuer.

Die Inhalationsnarkose ist nicht nur teuer, sondern auch unzuverlässig, da auch hier wieder nur wirtschaftliche Abläufe und Interessen im Vordergrund stehen. Es muss günstig sein und schnell gehen, daher werden die Schweine in eine Vorrichtung gespannt und mit einer vorher eingestellten Menge Narkosegas begast. Da das voreingestellt wird, kann aufgrund dieser Menge von Tieren in kurzer Zeit nicht von einer angepassten Narkosetiefe ausgegangen werden.

Bei all den „Möglichkeiten“, die hier angesprochen werden wird vergessen, dass es sich um fühlende Wesen handelt. Um Wesen, die es sich nicht aussuchen können, was mit ihnen passiert. Sie können sich nicht dafür entscheiden zu leben, frei zu sein oder keine Schmerzen zugefügt zu bekommen.

Würde jemand auf solch einen Gedanken kommen, wenn es sich um einen Menschen handeln würde?

Die schwarz-rote Landesregierung in Niedersachsen hat heute beschlossen, dass sie im Bundesrat für eine Verlängerung des Istzustandes (betäubungslose Kastration) über 2019 stimmen wird. Es gibt nichts besseres für den Tier- und Umweltschutz, als sofort aus der Massentierhaltung auszusteigen und eine biovegane Landwirtschaft anzustreben.

Wir als V-Partei³ müssen aber jetzt für die aktuell betroffenen Tiere und Betriebe Vorschläge machen, daher fordern wir:

  1. Tierprodukte, die importiert werden, müssen zwingend mindestens den selben Tierschutz und Sozialstandard (gleiche Löhne usw.) haben wie Deutschland,
  2. Verbot von Nahrungsmittelspekulationen,
  3. Nahrungsmittel dürfen nicht mehr unter Produktionspreis verkauft werden,
  4. Ferkelkastration mit Isofluran und Schmerzmittel, tierärztlich überwacht und für jedes Tier dokumentiert,
  5. Für alle kleinen Betriebe, die durch die Tierschutzauflagen aufgeben müssen (wahrscheinlich fast alle ohne Massentierhaltung) werden Subventionen bereitgestellt, damit sie auf biovegane Landwirtschaft umstellen können.

Mal ganz abgesehen von den ethischen Fragen, die die Quälerei und die Tötung von Tieren aufwirft, wäre die Lösung auch für die wirtschaftlichen und gesundheitlichen Fragen so einfach:

Mit einer ausgewogenen veganen Lebensweise kann man ganz tierleidfrei genießen! Ohne Nitrat im Grundwasser, ohne die Ethik mit Füßen zu treten, ohne Verzicht!

Go vegan! Du hast die tierleidfreie Wahl: Wähle V-Partei³!

© Irene Müller, Landespressesprecherin V-Partei³ Niedersachsen, Hannover, 14.08.2018


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